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Seit langem ist bekannt, dass die Hagebutte in vielen Bereichen auf Grund ihres antioxidativen Wirkens und ihrer entzündungshemmenden Kraft erwiesenermaßen Gutes tut, etwa beim Schutz des Knorpels und der Knochen, der Haut und des Stoffwechsels.

Die Hagebutte, ein lokales Schmuckstück

Die Hagebutte ist die Scheinfrucht der Heckenrose und der Rose, wie man sie vor allem in Europa findet. Sie besitzt dank einer hohen Konzentration an Pflanzenfarbstoffen sehr ausgeprägte antioxidative Kräfte. Sie beinhaltet mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Außerdem besitzt sie eine hohe Konzentration an Folsäure, an Vitaminen A, B3, D und E, Karotin, Beta-Sisosterol, Äpfelsäure, Tanninen, Magnesium, Zink, Kupfer sowie speziellen Galactolipiden und Fettsäuren wie etwa die zweifach ungesättigte Linolsäure, was aus ihr eine Trumpfkarte für die Gesundheit macht, die seit langem bekannt ist. 1

Die Hagebutte, eine mächtige Verbündete gegen den oxydativen Stress

Die ausgeprägte antioxidative Wirkung der Hagebutte, basierend auf der hohen Konzentration von Pflanzenfarbstoffen und Karbolsäure-Bestandteilen, schützt vor einem oxydativen Stress und gewährleistet den guten Austausch und die Verbindung zwischen den Zellen. Indem sie die Aktivitäten von antioxidativ wirkenden Enzymen (wie die Superoxid-Dismutase SOD, Katalasen …) verstärkt, erlaubt es die Hagebutte, die Konzentration an freien Radikalen (ROS) und Stickoxiden (NO), die das Gewebe schädigen können, zu senken.1

Die entzündungshemmende Wirkung der Hagebutte

Hagebutten-Extrakte haben darüber hinaus eine starke entzündungshemmende Wirkung. Auf Grund ihres hohen Gehalts an Fettsäuren hemmen sie die Enzyme COX 1 und 2 ebenso wie den Stoffwechsel der Arachidonsäure, die sonst entzündungsfördernd wirken würden. Die in der Hagebutte vorhandenen Galactolipide blockieren auch die Entstehung von entzündungsfördernden Proteinen wie Zytokine, Chemokine und Prostaglanine, beschränken die Bewegung der Lymphozyten im Blut und verringern die Konzentration von ebenfalls entzündungsfördernden C-reaktiven Proteinen (CRP) im Blut. Einige Bestandteile der Hagebutte können darüber hinaus eine Über-Aktivierung des Transkriptions-Faktors NF-kB verhindern, was sonst zu Entzündungen, unregulierten Immunreaktionen und Zerstörung von Gewebe führt.1,2,3

Die Eigenschaften der Hagebutte verleihen ihr eine bedeutende Wirkmacht in unterschiedlichen Bereichen:

Positive Wirkung der Hagebutte gegen die Entzündung der Knorpelmasse

Einige Bestandteile der Hagebutte, vor allem die Galactolipide, schützen die Knorpelmasse und die Knorpelzellen. Sie bewirken eine Linderung von Beschwerden, die durch Entzündungen hervorgerufen werden (Zytokine, Stickoxide, Prostaglandine E2, Chemokine), ebenso wie eine Linderung von Beeinträchtigungen durch Katabolismus, der zu einem Abbau der extrazellulären Matrix führt, besonders durch Matrix-Metalloproteinasen (MMP), die Kollagen und Aggregasen abspalten.1,4,5 Die Hagebutte kann zudem die Entzündung der Gelenkflüssigkeit einschränken, die mit dem Risiko einer Arthrose-Erkrankung in Verbindung gebracht wird.6

Die Hagebutte als Wirkstoff gegen Arthrose und deren Schmerzen

Mehrere klinische Studien (Placebo-Studien, Doppelt-Blind-Studien) haben gezeigt, dass die Einnahme von Hagebutten-Extrakten während dreier Monate bei Arthrose-Erkrankungen hilfreich war. Tatsächlich konnte festgestellt werden, dass die Schmerzen und die Steifheit der Gelenke abgemildert wurden und dadurch eine Verringerung von entzündungshemmenden Medikamenten möglich wurde. Außerdem führte sie zu einer Steigerung der physischen Funktionen (WOMAC-Score), was eine Abnahme der Schwere der Krankheit bedeutet. 2,7,8 Die Hagebutte wirkt ebenfalls gegen chronische Rückenschmerzen. Ihre schmerzlindernden Fähigkeiten sind auch deshalb umso verlockender, weil die Hagebutte im Gegensatz zu den nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (AINS) die Blutgerinnung nicht beeinflusst und auch sonst keine Nebenwirkungen, etwa auf Geschwüre, hat. 1

Die antioxidative Kraft bei rheumatischer Arthritis

Im Fall von rheumatischer Arthritis, einer Autoimmunerkrankung, bei der unser Immunsystem unsere Gelenke angreift, ist die Schädigung des Gewebes auf eine hohe Konzentration an freien Radikalen und Stickoxiden zurück zu führen. Die antioxidative Kraft der Hagebutte erlaubt es, deren Produktion einzudämmen und so die Schädigung der DNA und der Mitochondrien in den Zellen und den Zelltod einzuschränken.1

Stärkung der Knochen

Im Bereich der Knochen ist das Vorhandensein einer geringen Menge an freien Radikalen vorteilhaft, denn sie signalisieren, dass verkalktes Gewebe abgebaut wird und Wunden heilen können. Andererseits kann ein erhöhter oxydativer Stress zu einer Zunahme der Osteoklast-Aktivität (Abbau des Knochens) und von Proteinen wie zum Beispiel den MMP (und damit zum Abbau von Kollagen) führen. Das wiederum beschädigt das Gewebe zwischen den Zellen und führt zu einer Schwächung der Knochenstruktur. Das ist vor allem bei der Osteoporose der Fall. Hagebutten-Extrakte ermöglichen auf Grund ihrer antioxidativen Effekte diese Prozesse zu regulieren und steigern die mineralische Dichte des Knochens. Außerdem unterstützen sie die Osteoblasten bei der Bildung von Knochengewebe, ebenso wie die Synthese von Kollagen.1

Der Schutz der Haut durch Hagenbutten

Die Eigenschaften der Hagebutte wirken auch guttuend auf die Haut, indem sie gegen den oxydativen Stress und die durch UV-Strahlung beförderte Aktivität des MMP (was zu Kollagenabbau führt) wirkt. Ihre Bestandteile erlauben auch eine Befeuchtung der Haut, was sie elastischer macht und zu einer Verringerung von Falten führt. Bei atopischer Dermatitis wirkt die Hagebutte auch entzündungshemmend und beruhigt die Immunreaktion. Sie kann sogar zu einem Verbündeten gegen den Hautkrebs werden, indem sie einerseits die Schädigungen durch freie Radikale einschränkt, und andererseits ein Schlüsselenzym für die Synthese des Melanins hemmt. 1,9

Verbesserung des Verdauungssystems

Die Hagebutte wird seit langem auch im Bereich der Verdauung und des Stoffwechsels eingesetzt. Sie kann bei Durchfall eingesetzt werden, weil sie die Geschwindigkeit der Verdauung verlangsamt und dadurch dem Körper eine besser Absorption von Wasser und der Elektrolyte ermöglicht. Ihre antioxidativen Fähigkeiten können dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit von Magengeschwüren und Schädigungen der Schleimhaut zu verringern.1,3,10,11

Eine Verbündete gegen Übergewicht und Diabetes

Die Hagebutte hilft auch, den Blutzuckerspiegel zu senken, indem sie vor allem die α-Amylase hemmt, die normalerweise Lebensmittel-Stärke in Glucose umwandelt. Sie schränkt die Gewichtszunahme und das Wachsen des Bauchfetts ein, weil sie die Wandlung in Adipozyten (Adipogenese) und die Verstoffwechslung (Oxydation) von Fettsäuren verringert. Sie verringert auch den Anteil an Cholesterin, indem sie die Konzentration von Triglyzerin und Fettsäuren im Blut senkt, und verhindert die Bildung von Fettsäuren in der Leber. Die Hagebutte ist daher eine Verbündete für Personen mit Übergewicht und allen, die an Diabetes leiden. Die Hyperglykämie, die bei diesen Personenkreisen häufig vorkommt, bewirkt außerdem eine Überproduktion von Oxydantien (freie Radikale, Stickoxide, AGEs=„Advanced glycation end products“), die das Gewebe schädigen. Die Hagebutte kann gegen diese Stoffe wirken. Außerdem fördert sie die Produktion von β-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Ausschüttung von Insulin zuständig sind, welches bei Personen mit Diabetes fehlt.1,3,9,10

Eine Stärkung des Immunsystems

Die vielfältigen Inhaltsstoffe der Hagebutte machen sie zu einem sehr starken Verbündeten gegen die typischen Winterkrankheiten, etwa Erkältung oder Grippe, weil sie das Immunsystem stärkt, vor allem auf Grund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts. 8 Ihre Phenolbestandteile haben antimikrobielle Eigenschaften. Auch wenn die Mechanismen noch nicht komplett verstanden sind, scheint es so zu sein, dass diese Hagebutten-Bestandteile den Energiehaushalt von Krankheitserregern negativ beeinflussen können (durch eine Übersäuerung der plasmischen Membranen, was zu einer Deregulierung der H+-ATPase und damit einer Verringerung des dem Pathogen zur Verfügung stehenden Adenosintriphosphats führt). Dadurch werden bestimmte Enzyme im Zaum gehalten, die Virulenz- oder Resistenzfaktoren sind.1

Antioxidant und entzündungshemmend – die Hagebutte hat zahlreiche andere vorteilhafte Effekte auf Ihre Gesundheit

Die Hagebutte kann dank ihrer entzündungshemmenden Wirkstoffe vor Nieren- und Leberbeschwerden schützen. Ihre antioxidanten Fähigkeiten können auch das Gehirn schützen. Sie können etwa die Leistung des Gedächnisses fördern, Epilepsie ebenso abmildern wie Angstzustände und Depression. Die Galaktolipide scheinen auch Verbündete im Kampf gegen Krebs zu sein, indem sie die Zellvermehrung unterbinden. Die Hagebutte könnte auch die Stimmung und den Schlaf verbessern und somit die Lebensqualität und das allgemeine Wohlbefinden positiv beeinflussen.1,8 Allerdings bedarf es in diesen Bereichen noch ausführlicher Studien.

Warten Sie nicht mehr!

Mit ihrem hohen Nährstoffgehalt, ihren Vitaminen, ihrer antioxidanten und entzündungshemmenden Kraft ist die Hagebutte überaus gut für Sie! Allerdings sollten Sie jetzt nicht sofort in Ihren Garten laufen, denn man muss wissen, wie die Hagebutte zu verarbeiten ist: Denn ihre Haut ist problematisch und darf nicht gegessen werden. Zum Glück finden Sie die Hagebutte in konzentrierter Form in mehreren unserer Produkte.

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  1. The Royal Australian College of General Practionners. Rosehip – an evidence based herbal medicine for inflammation and arthritis.
  2. Vaishya, R., Agarwal, A. K., Shah, A., Vijay, V. & Vaish, A. Current status of top 10 nutraceuticals used for Knee Osteoarthritis in India. Journal of Clinical Orthopaedics and Trauma 9, 338–348 (2018).
  3. Mármol, I., Sánchez-De-Diego, C., Jiménez-Moreno, N., Ancín-Azpilicueta, C. & Rodríguez-Yoldi, M. Therapeutic applications of rose hips from different Rosa species. International Journal of Molecular Sciences 18, (2017).
  4. Schwager, J., Hoeller, U., Wolfram, S. & Richard, N. Rose hip and its constituent galactolipids confer cartilage protection by modulating cytokine, and chemokine expression. BMC Complementary and Alternative Medicine 11, (2011).
  5. Kharazmi, A. & Winther, K. Rose hip inhibits chemotaxis and chemiluminescence of human peripheral blood neutrophils in vitro and reduces certain inflammatory parameters in vivo. Inflammopharmacology 7, 377–86 (1999).
  6. Saaby, L., Moesby, L., Hansen, E. W. & Christensen, S. B. Isolation of immunomodulatory triterpene acids from a standardized rose hip powder (Rosa canina L.). Phytotherapy Research 25, 195–201 (2011).
  7. Winther, K., Apel, K. & Thamsborg, G. A powder made from seeds and shells of a rose-hip subspecies (Rosa canina) reduces symptoms of knee and hip osteoarthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Scandinavian journal of rheumatology 34, 302–8
  8. Crawford, C., Boyd, C., Berry, K. & Deuster, P. Dietary Ingredients Requiring Further Research Before Evidence-Based Recommendations Can Be Made for Their Use as an Approach to Mitigating Pain. Pain Medicine 20, 1619–1632 (2019).
  9. Phetcharat, L., Wongsuphasawat, K. & Winther, K. The effectiveness of a standardized rose hip powder, containing seeds and shells of Rosa canina, on cell longevity, skin wrinkles, moisture, and elasticity. Clinical Interventions in Aging 10, 1849–1856 (2015).
  10. Jemaa, H. ben et al. ANTIOXIDANT ACTIVITY AND A-AMYLASE INHIBITORY POTENTIAL OF ROSA CANINA L. African journal of traditional, complementary, and alternative medicines : AJTCAM 14, 1–8 (2017).
  11. Nagatomo, A. et al. Daily intake of rosehip extract decreases abdominal visceral fat in preobese subjects: A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial. Diabetes, Metabolic Syndrome and Obesity: Targets and Therapy 8, 147–156 (2015).

 

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